Dienstag, 25. Mai 2010

Sehnsucht

Meer, Sand, Steine, Himmelskörper, die Flüsse tragen.
Helfen klar zu sehen und zu erkennen, wie die Welt sich dreht.
Ertragen kann ich nur die klaren Gerüche der kunst und der träume.
Schwebend ertrinke ich in mir und suche nach etwas, dessen ich mir nicht sicher bin zu finden.
Glas zersplittert und ich schneide mich an jedem Schritt, den ich mache.

Einen Schritt nach dem anderen winde ich mich in Blut der Trümmer.
Und ich renne.
Doch gibt es kein Ende.

Montag, 24. Mai 2010

Samstag, 17. April 2010

REGENBIENESCHLANGENROSEN

Ich träume mit offenen Augen
vom Regen des Schirms
der vom Dach fällt.

Das leise Rieseln der Angst
ist lautlos vorüber
und Schlaf wird der Gefährte der Nacht.

Im Fadenkreuz des Berges
erklimme ich die Fantasie.

Schlangen würgen Haare aus sich
heraus, während Indianer einen
Tanz dazu aufführen.

Hoffnungslos stürzte ich mich in
die Massen von Rosen,
die am Wegesrand wegitieren
und vergesse mich dabei im Wahn des Bienenschwarms.

Ich werde immer ruhiger und
sehe das Licht zum Schluss.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Die Tiere des Waldes. Oder: Wie aus einer Mücke ein Elefant wurde...

Gurr nicht so, sonst schlägt dich der wolf, sagt die henne zum hahn. Sie ist ganz außer sich, denn bald ist die zeit gekommen, in der sie wieder gut zueinander sein können. Wieso kann ich mich nicht verstecken? wieso liege ich hier in der sonne, meint das kalb zum esel und streckt seine zunge heraus. diese zeit ist wahnsinn.

Aber eins nach dem anderen. ich begrüße die tiere auf diesem bauernhof recht herzlich. sie alle sind hierher gekommen, weil ihnen etwas fehlt im leben. aber was mag das wohl sein??
Da pfeipft doch mein schwein, schreit die gans und tritt dem ochsen in die hüfte. Schreiend rennt er davon. die gans ist ganz entsetzt: war ich das? sie ruft ihm leise hinterher: tut mir sorry!
die kühe drehen sich um: was hat sie gerade gesagt?? tut mir was?? ihnen bleibt der mit gras befüllte mund offen. Sowas hatten sie noch nie gehört.
Derweil läuft der ochse immer noch wie von der hummel gestochen durch die gegend. Ihm fehlt die ruhe, die er in sich nicht mehr spührt. Er spührt nur noch den stich in sich und nichts anderes. Er rennt und rennt kilometer weit bis ihm die puste ausgeht. aber die energie ist noch nicht weg. er schreit. selbst kilometer weiter hört man noch den lärm.
alle tiere kommen zusammen und beraten über die krankheit des ochsen. was kann er nur haben, fragen sich die spatzen auf den dächern der welt. keiner weiß es, aber alle sind fest davon überzeugt, dass er sterbenskrank ist. jeder schlägt etwas vor, wie man dem ochsen helfen kann.
die tiere kommen zu dem schluss, ihn einfach mit einem seil einzufangen und ihn dann von seinem leiden zu erlösen. derweil liegt der ochse schlafend im gras, denn er ist erschöpft von der reise. er träumt von seiner frau und der arbeit, die er noch zu erledigen hat. er muss die anderen starken bullen aus seinem revier verteidigen, denn die konkurrenz ist zu groß. er kann sonst nicht überleben. im schlaf macht er sich gedanken darüber, wie er dies am besten anstellen kann.

derweil kommt die ziege auf böse gedanken. Man könnte doch die blöden Hühner während der Brutzeit mit Plastikeiern ärgern. Die merken das doch sowieso nicht. Und der Hahn ist auch ganz genervt von den Hennen. Die quaken den ganzen tag schon, wie sie am abend am besten ihr gefieder herrichten können.
wann hat man denn endlich seine ruhe?


Und in der nacht, wenn alles schläft, wacht der mond über die träume der welt!